Rückgeben statt Wegwerfen: mainzplus und Partner starten innovatives Mehrweg-Pilotprojekt für ressourcenschonende Veranstaltungen

31. August 2026

Mit den Gläsern funktioniert es schon lange – nun wagt die mainzplus GmbH, als Veranstalterin des Mainzer Weinmarkts, den nächsten Schritt. In Kooperation mit der Rent.Group AG kommt in einem deutschlandweit einmaligen Pilotprojekt beim größten Weinfest der Region ein Mehrwegsystem mit digitalisierten Geschirr-Pfandautomaten zum Einsatz. Bereits auf dem Mainzer WeinUfer im Mai wurden in einem Testlauf 10.000 Einwegbehälter eingespart und eine Tonne Müll vermieden. Beim Mainzer Weinmarkt Ende August und Anfang September wird das ausgeklügelte Mehrwertsystem nun im großen Stil umgesetzt. Das Mehrwegsystem, das gemeinsam mit Partnern aus der Branche umgesetzt wird, ist ein wichtiger Baustein von mainzplus, die eigenen Veranstaltungen ressourcenschonender zu gestalten.

Mit den Gläsern funktioniert es schon lange – nun wagt die mainzplus GmbH, als Veranstalterin des Mainzer Weinmarkts, den nächsten Schritt. In Kooperation mit der Rent.Group AG kommt in einem deutschlandweit einmaligen Pilotprojekt beim größten Weinfest der Region ein Mehrwegsystem mit digitalisierten Geschirr-Pfandautomaten zum Einsatz. Bereits auf dem Mainzer WeinUfer im Mai wurden in einem Testlauf 10.000 Einwegbehälter eingespart und eine Tonne Müll vermieden. Beim Mainzer Weinmarkt Ende August und Anfang September wird das ausgeklügelte Mehrwertsystem nun im großen Stil umgesetzt. Das Mehrwegsystem, das gemeinsam mit Partnern aus der Branche umgesetzt wird, ist ein wichtiger Baustein von mainzplus, die eigenen Veranstaltungen ressourcenschonender zu gestalten.

Auf Großveranstaltungen wird zu oft noch Einweggeschirr verwendet. Oder es gibt kleinteilige und umständliche Pfandlösungen, bei denen Gäste in Schlangen stehen und mit Münzgeld hantieren müssen. Vier Unternehmen haben sich nun zusammengetan, um hier Abhilfe zu schaffen. Die Rent.Group, CircleCube, Koziol und mainzplus setzen beim Mainzer Weinmarkt, der vom 27. bis 30. August und vom 3. bis 6. September 2026 im Mainzer Stadtpark stattfindet, ein einheitliches, auto matisiertes Mehrwegmodell ein. Es berücksichtigt den gesamten Kreislauf, von der Geschirrausgabe über die Rücknahme nach dem Essen bis hin zur Reinigung. Bereits bei der von mainzplus durchgeführten Veranstaltung „Mainzer WeinUfer“ im Mai 2026 wurde der erste Test des Mehrwegsystems erfolgreich umgesetzt. Durch den umfassenden und langfristigen Einsatz eines durchdachten und digital unterstützten Mehrwegsystems möchte die mainzplus GmbH, als eine der größten Veranstalterinnen der Region, ein Zeichen für ressourcenschonende Veranstaltungen setzen und solche Mehrwegsysteme zum Standard von Großveranstaltungen machen. Die Partner Rent.Group, CircleCube und Koziol bringen hierbei die entsprechende Expertise aus dem Bereich Kreislaufwirtschaft und die hierfür benötigte moderne Technologie ein.

Foto einer Frau auf einem Festival, die einen Teller in eine Box legt, über der Box ein Schild mit dem Schriftzug "Tableware-drop off only"


Pluspunkte für Betreiber:innen und Gäste
Der automatisierte Mehrwegkreislauf verwirklicht gleich mehrere Vorteile, die bereits beim Testlauf beim „Mainzer WeinUfer“ (14.-17. Mai 2026) erkennbar waren: Bei dem gastronomischen Großanlass mit über 70.000 Besuchenden konnte verhindert werden, dass etwa 10.000 Einwegbehälter genutzt werden. Ebenfalls wurde eine Tonne Restmüll vermieden. Die Methode stand allen Gastronom:innen und Standbetreiber:innen gleichermaßen zur Verfügung. Das hat dem Veranstalter mainzplus und Gästen die Pfandhandhabe spürbar vereinfacht. Die Wartezeiten bei der Rückgabe wurden somit deutlich verkürzt und alle hatten Zeit für ein spannenderes Besuchserlebnis. Und für die Menschen hinter den Tresen und Kulissen wurde die Arbeit ebenfalls einfacher: Die aufwändige, händische Arbeit des Spülprozesses entfiel weitgehend. Rücknahme, Logistik und Spülen waren nun deutlich wirtschaftlicher möglich. Das Servicepersonal wurde somit zusätzlich entlastet.


Beim „Mainzer Weinmarkt“, eines der größten und beliebtesten Weinfeste der Region, wird das bereits erfolgreiche getestete Geschirr-Mehrwegsystem nun im großen Stil eingeführt. Bei in der Regel bis zu 300.000 Besuchenden an acht Veranstaltungstagen sind die Automaten auf dem Gelände im Mainzer Stadtpark verteilt und können von allen Gästen genutzt werden. Es ist davon auszugehen, dass die Ressourceneinsparungen noch einmal ein Vielfaches der Effekte des Testlaufs beim Mainzer WeinUfer ausmachen. Der Veranstalter mainzplus geht von einer Einsparung von bis zu 50.000 Einwegbehältern und der Vermeidung von bis zu fünf Tonnen Müll beim Mainzer Weinmarkt aus.


Die Umsetzung ist technologisch ausgeklügelt und gleichzeitig simpel in der Anwendung: Für jeden ausgegeben Geschirr-Mehrwegbehälter wird ein Pfand erhoben und bei Rückgabe ausgezahlt – somit ohne Kosten für die Gäste. Die Standbetreiber:innen müssen hierdurch keine eigene Geschirr- und Spülinfrastruktur bereithalten. Sie sparen somit Zeit und Personal, da keine Rücknahme und Reinigung der Behälter notwendig sind. Die Automaten vor Ort sortieren die Behälter und leiten sie in Logistik- und Reinigungsprozesse weiter. Die Mehrwegbehälter werden vom Dienstleister wieder mitgenommen und zentral gespült. Im Ergebnis unterstützen geringere Abfallmengen und ein sauberes Gelände vor Ort die Ressourcenschonung der Veranstaltung, erleichtern die Organisation – sowohl für den Veranstalter und die Standbetreiber:innen – und steigern den Komfort für die Gäste.


Katja Mailahn, Geschäftsführerin von mainzplus: „Nachhaltigkeit darf bei Großveranstaltungen kein Kompromiss sein. Wenn es uns gelingt, Ressourcen zu sparen und gleichzeitig die Arbeit unserer Ausstellerinnen und Austeller sowie den Besuch für unsere Gäste einfacher und komfortabler zu machen, dann wird Mehrweg vom guten Vorsatz zum neuen Standard. Wir sind einer der größten Veranstalter in Mainz und Umgebung. Bei unseren großen Outdoor-Events wie dem Mainzer WeinUfer, dem Mainzer Weinmarkt oder auch den Mainzer WinterZeit-Märkten nutzen wir bereits Mehrweg- und Pfandsysteme für Getränke. Bei Speisen überwogen bislang noch Einwegmaterialien. Im Sinne unserer Unternehmensstrategie streben wir aber eine flächendeckende Lösung zur Ressourcenschonung bei unseren Events an. Deshalb haben wir uns mit professionellen Partnern zusammengetan, um langfristig einsetzbare Systeme zu etablieren. Das Ergebnis ist ein Mehrwegkonzept mit enormem Potenzial, das die Gäste beim Testlauf sehr gut angenommen haben. Der Dank geht an die Partner sowie an die vielen Gastronom:innen und Standbetreiber:innen, sie sich mit uns auf den Weg begeben haben.“


Automaten, Geschirr und ein Kreislauf
Die Firma CircleCube hat die modularen Pfandautomaten entwickelt, an denen die Gäste ihre Mehrwegbehälter zurückgeben können. Diese Teller und Schalen kommen vom Hersteller Koziol und enthalten ein sogenanntes RFID-Element. Diese „Radio Frequency Identification“ (RFID) kann den Gegenstand ohne Berührung und ohne eigene Stromquelle erfassen, auslesen und zuordnen. Der Weg jedes einzelnen Geschirrteils kann so im Hintergrund unauffällig nachvollzogen werden, vom Imbissstand zum Automaten und in die Spülstraße. Dabei erkennt das System auch, ob das Pfand hierfür schon erstattet wurde. Koziol nutzt für die Behälter umweltfreundliche, biozirkuläre Kunststoffe. Die Rent.Group stellt den gesamten Kreislaufprozess sicher, in dem das Mehrwegmaterial bereitgestellt und wieder aufbereitet wird. mainzplus hat sich ganz gezielt für diese Partner entschieden, um auch zukünftig Veranstaltungen ökologischer zu gestalten.


Mainz als Test-Plattform für langfristige Umsetzung
„Mehrweg funktioniert bei Großevents, wenn die Rückgabe für die Gäste schnell geht und für den Veranstalter einfach bleibt. Während des Mainzer WeinUfer 2026 zeigten wir bereits, wie automatisierte Rücknahmesysteme lange Schlangen auflösen, Abläufe im Hintergrund vereinfachen und damit die Hürde für echte Kreislaufwirtschaft im Alltag abbauen. Wir konnten Daten sammeln, wie schnell und belastbar die Nutzung war und etwa, ob die Gäste Bargeld oder ihre Kreditkarte hierfür bevorzugen“, resümiert Florian Blümer, Geschäftsführer und Mitgründer von CircleCube. „Dieser Anlass bot ideale Voraussetzungen für die Erprobung des Systems. Denn die Organisatoren legten großen Wert auf Nachhaltigkeit, Regionalität und eine hohe Veranstaltungsqualität. Dies und ihre Offenheit für fortschrittliche Ideen haben uns motiviert, in das Projekt zu investieren“ freut sich Uwe Thielsch, Vertriebsdirektor von Koziol.


Ressourcenverschwendung radikal senken
Das Pilotprojekt zeigt, dass Veranstaltungen dank einem klugen Pfandkreislauf nachhaltiger und wirtschaftlicher werden können und alle Gäste mehr Zeit fürs Feiern haben. Die Digitalisierung des Ablaufs schafft den Durchbruch, sodass auch auf Festen mit sehr großen Besucher:innen-Zahlen einheitlich ressourcenschonenden Leihgeschirr genutzt werden kann. Die durchweg positiven Erfahrungen fließen in die Weiterentwicklung der Technologie ein. Denn Ziel ist es, die Müllmengen auf Events radikal zu senken „Wir müssen raus aus der Einbahnstraße des 20. Jahrhunderts. Herstellen, kaufen, nutzen, wegwerfen ist die Vergangenheit. Wir brauchen eine Nutzungswende. Nutzen, pflegen, weiternutzen. So sparen wir Rohstoffe und vermeiden Schadstoffemissionen. Damit uns das Weintrinken auch in 50 Jahren noch schmeckt“, ist Christian Eichenberger, Geschäftsführer der Rent.Group, überzeugt.


Flächendeckend umsetzbar
Aktuell wird die neue Technologie auf dem Mainzer Weinmarkt eingesetzt. mainzplus plant nun, das dort erprobte Mehrwegsystem auch bei weiteren Veranstaltungen des Unternehmens einzusetzen. Beim Mainzer Weinmarkt stehen den Besucher:innen an allen acht Veranstaltungstagen insgesamt acht Mehrweggeschirr-Automaten zur Verfügung, um eine reibungslose Pfandrückgabe zu garantieren. Informationen zum Mainzer Weinmarkt gibt es unter www.mainzer-weinmarkt.de

Drei Personen stehen in einem Foyer um das Mehrwegsystem herum

von links nach rechts: Florian Blümer, CEO Circle Cube, Christian Eichenberger CEO Rent.Group und Katja Mailahn, Geschäftsführerin mainzplus GmbH